Frankfurt: Städelschule

Die Städelschule in Frankfurt ist eine internationale Institution, die vor allem für experimentelle Kunst steht. Weltweit renommierte Professoren unterrichten an der Städelschule, darunter drei Turnerpreisträger. Geleitet wird die Kunstschmiede von Daniel Birnbaum. Fotokunst ist eine Randerscheinung an der Kunstakademie.

 

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Städelschule in Frankfurt

Eine Kunstschmiede von internationalem Rang

Die Aufnahmeprüfung für die Städelschule ist hart: Von etwa 300 bis 400 Bewerbern werden nur rund 25 aufgenommen. Wer an der Frankfurter Kunstschmiede aufgenommen wird, hat eine große Hürde genommen. Aber vormachen sollte man sich nichts, so der künstlerische Koordinator der Schule, Stefan Unterburger: “Nur zwei bis drei Prozent der Absolventen können ausschließlich von ihrer Kunst leben. Andere machen später kunstnahe Sachen oder hören ganz auf. Man muss wirklich Künstler werden wollen. Das ist das Wichtigste”, sagt er.

Die Städelschule ist in vielfacher Hinsicht ein Sonderfall: Sie ist nicht nur die einzige staatliche Kunsthochschule in städtischer Trägerschaft, sondern mit etwa 160 Studenten auch die kleinste, was ein besonders intensives Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden gewährleistet.
Rund 130 Städelschüler studieren das Fach Kunst und können dabei wählen zwischen Klassen in Bildhauerei, Film, Freier Malerei oder Freier Bildender Kunst. Außerdem gibt es eine Kochwerkstatt, in der auch ein Schein gemacht werden kann. Rund 30 Studenten studieren Architektur im Aufbaustudium.

Die Städelschule steht vor allem für experimentelle Kunst und profitiert dabei von der Anbindung an den Frankfurter Portikus, eine der führenden Kunsthallen für experimentelle Kunst in Deutschland.

Und die Städelschule ist eine internationale Institution auch hinsichtlich der Studierenden. Mehr als 60 Prozent der Schüler kommen aus dem Ausland. Der Austausch der Studenten untereinander, aber auch mit den Professoren wird groß geschrieben. Daher spielt auch die Mensa eine besondere Rolle.

International renommierte Professoren
Auch die Professoren kommen aus aller Herren Länder – und sind weit über die Grenzen Frankfurts hinaus renommiert. Der Rektor, Prof. Daniel Birnbaum, kuratiert zurzeit die in diesem Jahr stattfindende 53. Biennale in Venedig.
Gleich drei Professoren haben mit dem von der Tate Gallery London verliehenen Turnerpreis den höchstdotierten Preis für zeitgenössische Kunst bekommen. Wolfgang Tillmans, der Freie Bildende Kunst lehrt, war bei seiner Berufung an die Städelschule bereits Turnerpreisträger. Als der bildende Künstler Simon Starling und der Videokünstler Mark Leckey berufen wurden, konnte noch keiner wissen, dass auch sie noch diesen Oscar der Kunstwelt erhalten würden.

Mut zu Experimenten
Die Städelschule scheint ein besonderes Kunstbiotop mit speziellen Bedingungen zu sein, das künstlerische Freiheit und den Mut zu Experimenten fördert. Am Ende muss aber jeder seinen eigenen Weg finden. Jeder möchte Künstler werden und Erfolg haben. Natürlich. Wege und Strategien des Professors können da allerdings Orientierungspunkte sein. Die Städelschule ist in jedem Fall eine gute Visitenkarte.

Staatliche Hochschule für Bildende Künste
Städelschule
Dürerstraße 10
60596 Frankfurt am Main
http://www.staedelschule.de

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Wolfgang Tillmanns

Der Städel-Professor hat als erster Fotograf vor neun Jahren den überaus begehrten Turner-Preis gewonnen. Seit 2003 hat Tillmanns, der für seine auch politisch motivierte Fotografie bekannt ist, den Lehrstuhl für interdisziplinäre Kunst in Frankfurt inne. Tillmanns ist 1968 im nordrhein-westfälischen Remscheid geboren und in der globalen Welt der Kunst als Fotograf zuhause, aber er arbeitet auch als bildender Künstler.

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